Hamburg - Allgemein
Die Freie und Hansestadt Hamburg gilt als Deutschlands „Tor zur Welt“ – ein Titel, den sie
sich auf ihrem wechselvollen, Jahrhunderte andauernden Weg zur Handelsmetropole redlich verdient hat.
Erste Besiedlungen lassen sich schon im vierten Jahrhundert vor Christus nachweisen, aber erst mit den Sachsen,
die vom vierten bis ins sechste Jahrhundert n. Chr. einwanderten, wuchs die Stadt zu nennenswerter Größe an.
Karl der Große ließ 810 eine Taufkirche bauen, um die umliegenden Stämme zu christianisieren; seine
Nachfolger gründeten gar ein Bistum. Die Nordmänner, besonders Wikinger und Abodriten, zeigten sich davon
unbeeindruckt und überfielen die Hamburger Siedlungen immer wieder, bis deren leidgeprüfter Bischof sich
nach Bremen zurückzog. Im Mittelalter entwickelte sich die Stadt, der unter Kaiser Friedrich I., genannt
„Barbarossa, 1189 das Hafenrecht verliehen worden war, zum florierenden Handelszentrum.
Zur Blütezeit des Kaufmannsbundes der Hanse war Hamburg die zentrale Handelsschleuse zwischen Nord- und Ostsee, entscheidend war auch
die Bedeutung der Hamburger Börse für den gesamtdeutschen Raum. Die Stadt verdankte ihre Prosperität
– auch nach dem Ende der Hanse – ihrem fortgesetzten Wirtschaftsliberalismus. In die Blütezeit Hamburgs
im 18ten Jahrhundert fällt der Bau des Deutschen Nationaltheaters. Doch auch Rückschläge musste die Stadt an der Elbe
verkraften, so brannte Hamburg 1842, vor allem die Altstadt wurde in Mitleidenschaft gezogen; 1892 wurde die Stadt von einer
Choleraepidemie heimgesucht. Während des zweiten Weltkrieges fiel ein großer Teil der historischen Altstadt Bombenangriffen
zum Opfer. Die Hamburger denken immer noch mit Schrecken an die große Elbflut von 1962 zurück; auch, wenn inzwischen natürlich längst verbesserte Sicherheitsmaßnahmen getroffen
worden sind.
Das Wasser spielt bis heute für die Stadt eine zentrale Rolle, sehr gerne verweisen die Hamburger auf die Tatsache, das es
nirgendwo mehr Brücken gibt als in ihrer Hansestadt. Mit mehr als 2.500 waserüberspannenden Bauwerken habe man sogar
mehr als Venedig, Amsterdam und London zusammen. Hamburg ist nach wie vor eine der wichtigsten Seehandelsstädte Europas.
Entsprechend liegt der Schwerpunkt des Arbeitsmarktes im internationalen Handelsgeschäft; außerdem unterhalten traditionell
zahlreiche Staaten Konsulate in der Hansestadt, siehe Kleinanzeigen Hamburg. Für den deutschen Raum ist die Stadt an der Elbe auch als Medienstandort von
großer Bedeutung: Der „Spiegel“ und die „Zeit“ werden von hier aus gemacht.
Doch in letzter Zeit ist die Stadt besonders wegen ihrer drängenden sozialen Probleme schlagzeilenträchtig: So lebt
inzwischen jedes fünfte Kind unterhalb der Armutsgrenze, die Stadtverschuldung liegt über 30 Milliarden Euro. Es gilt,
diese Probleme zu lösen, wenn Hamburg in Zukunft an die erfolgsverwöhnte Vergangenheit der Stadt anknüpfen soll.