Hamburg - Immobilienmarkt
Wohnen in der Hansestadt ist attraktiv: Das „Tor zur Welt“ bietet nicht nur einen vielfältigen
Arbeitsmarkt mit internationalen Optionen, ein vernünftiges Bildungswesen und hervorragende infrastrukturelle
Bedingungen, sondern auch die Möglichkeit, in einer der schönsten Städte Deutschlands mit hohem Freizeitwert zuhause zu sein. Bislang wohnen in der Elbestadt etwa 1,8 Millionen Menschen, davon etwa 14% Ausländer.
Eine Studie im Auftrag des Nachrichtenmagazins „Focus“ geht davon aus, dass die Preise für Immobilien
in der Hansestadt in den nächsten Jahren um durchschnittlich 5,52% steigen werden. Damit steht Hamburg im Vergleich
bundesdeutscher Großstädte an der Spitze, noch vor Köln (+3,12%) und München (+2,49%). Diese
Entwicklung entspricht einem Trend, wonach Wohnen in deutschen Großstädten allgemein teurer wird. Die Stadt
an der Elbe bestimmt das Import- und Export-Geschäft der Bundesrepublik wesentlich mit, ist Medienstandort
(„Die Zeit“, „Der Spiegel“) und konnte mit dem „Congress Centrum Hamburg“ und
der „Hamburger Messe“ zwei international führende Kongress- und Messezentren etablieren. Das milde,
maritime Klima, weiträumige Grünflächen in der Stadt und attraktive Naherholungsgebiete machen den
Stadtstaat auch für Naturfreunde interessant.
Einer Untersuchung des LBS Bausparkassenverbandes zufolge kostet ein Quadratmeter Immobilien Hamburg im Schnitt 250 Euro. In den Alsterstadtteilen Uhlenhorst, Winterhude und Harvestehude ist aber mit deutlich über
1.000 Euro pro Quadratmeter zu rechnen, während die Preise in denumliegenden Walddörfern zwischen 230€/qm
in Duvenstedt und 360€/qm in Alsterdorf schwanken. Billstedt, Mümmelmannsberg und Wilhelmsburg gelten als
soziale Brennpunkte.
Aus dem Mietspiegelindex geht hervor, dass die Mieten in der Hansestadt um etwa 20% über dem bundesdeutschen
Mittel liegen. Das entspricht einem gesamtdeutschen Trend, wonach das Wohnen in Großstädten allmählich
teurer wird. Die Situation trat in Hamburg erst mit einiger Verzögerung ein, da nach der großen Flut von
1962 zunächst ein Trend zur Stadtflucht einsetzte, der heute aber weitgehend verschwunden ist. Im Gegenteil: Es
ist absehbar, dass die Wohnfläche knapp wird.

